Information rund um unseren Vereinsbienenstand am Wiener Zentralfriedhof

Varroabehandlung am Vereinsbienenstand

 

Am 11. August 2018 fand am Vereinsbienenstand die 1. Varroabehandlung in diesem Jahr statt. Für die Behandlung wurde eine 85% Ameisensäure-Lösung verwendet. Von dieser Lösung wurden 80ml in einen Universalverunster gefüllt. Diese Aufgabe übernahm unsere Kollegin Agniezka.

Für die neuen Imker am Vereinsbienenstand, nahm unser Obmann Gustav Penka Universalverdunster mit.

Nachdem die Universalverdunster angefüllt worden sind, haben wir 30 Minuten gewartet bis der Schwamm im Verdunster die Ameisensäure aufgesaugt hat. Danach wurde der Universalverdunster in den Unterboden in die hintere Bodenhälfte geschoben. Denn die Ameisensäure verdampft und steigt dadurch auf, und verteil sich dadurch innerhalb der ganzen Zarge.

Wichtig ist, dass danach die Fluglochverengungen weggenommen werden.

Die Universalverdunster konnten nach 5 Tagen wieder entnommen werden.

Mit einer guten Zusammenarbeit und voller Tatendrang haben wir die 1. Varroabehandlung erfolgreich gemeistert!

Wildbienenhotel

Seit heuer gibt es ein Wildbienenhotel im Naturgarten des Wiener Zentralfriedhofes. Vielen Dank an die Gärtner!!!!

Bienenstöcke werden verkleinert um sie Winterfit zu machen

Nachdem wir erfolgreich die Honigernte hinter uns gebracht haben, bereiten wir unsere Bienenvölker schön langsam auf dem Winter vor. Im Laufe der nächsten Tage werden die Bienenvölker auf eine Zarge runter gesetzt. Das ist schon viel Arbeit. Der restliche Honig muss noch geschleudert werden, solange nicht schon zugefüttert worden ist. Falls nach der Honigernte zugefüttert worden ist, können die Honigrähmchen für den Winter aufgehoben werden.

Alle Bruträhmchen werden in die Brutzarge zusammengefast. Falls es viele Bruträhmchen gibt, besteht die Möglichkeit einen Ableger zu machen. Dafür ist zu empfehlen sich eine bereits begattete Königin zu besorgen. Dies würde der neuen Königin die Möglichkeit, genügend langlebige Bienen zu legen. In der Brutzarge sollen sich nun ca. 4 Bruträhmchen, ein Rähmchen mit Pollen und 5 ausgebaute Rähmchen (z.B.: ausgeschleuderte Rähmchen von der Honigernte). Wichtig ist, das die Königin da ist :-). In den ausgebauten Rähmchen kann die Königin langlebige Bienen legen und Futter für den Winter eintragen.

Nachdem das Bienenvolk auf eine Zarge zusammengefast wurde, sollte man sie mit 3-5kg Zuckerwasser zufüttern.

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Filmteam am Zentralfriedhof

Vergangenen Samstag hatten wir Besuch! Bienenstöcke wurden herausgeputzt, Imkerschleier entstaubt, vom wichtigsten Werkzeug der ImkerInnen – dem Stockmeißel – letzte Wachsreste herunter gekratzt. Denn: Das Thema Imkerei und Honigbiene interessiert zunehmend mehr Menschen. Das ist gut so. Und wir, im Verein, merken das gesteigerte Interesse auch: Ein Filmteam hat sich angemeldet und wollte uns bei der Arbeit zu sehen!

Im Moment kann man auch wirklich viele schöne Sachen beobachten. Bienen fliegen mit atemberaubenden Pollenbrocken an den Beinen in den Stock. Im Stock selbst, kann man Bienen beim schlüpfen zusehen, sie beißen sich durch das Verdeckelungswachs, das vor einigen Tagen eine andere Biene zum Schutz der Larve sorgfältig drüber gepickt hat. Mit etwas Glück wuselt auch die Königin herum.

In den oberen Stockwerken des Stocks glitzert einem schon der Honig entgegen – das Filmteam war zufrieden, wir sind es auch.

 

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(Fast) alles blüht im Mai

„Na servas, die Zarge hat aber schon ordentlich was auf den Rippen“, schnauft ein Jungimker am Vereinsbienenstand der Ortsgruppe 1. Es ist soweit, die Bienen stehen in Saft und Kraft und sammeln was das Zeug hält. Täglich schlüpfen wohl Jungbienen im vierstelligen Bereich, die Königin legt also Eier wie wild, die Arbeiterinnen bauen die Waben aus, kümmern sich um die Brut, tragen Pollen und Honig ein.

Es ist eine besondere Zeit für uns ImkerInnen. Es ist die arbeitsintensive Zeit. Es blüht an allen Ecken und Enden, das ist nicht nur schön sondern bedeutet auch viel Bestäubungsarbeit für die Bienen. Damit die Bienen ihr Brut gut warm halten können und trotzdem genug Raum für das wachsende Volk und das Honig einlagern haben, muss man möglichst den optimalen Zeitpunkt wählen um ihnen ein „neues Stockwerk“ – eine Zarge – zur Verfügung zu stellen. Es ist der Zeitpunkt, wo die Türme die man klassischer Weise von den Wiesenrändern kennt, in die Höhe wachsen.

„Ich glaube, du darfst denen schon mehr Platz geben, schau, wie sie unten durchhängen!“, ein Blick ins Erdgeschoss des Bienenturms bestätigt das Gefühl, das Volk ist groß und benötigt Raum. Es wird also schnell eine Zarge mit 10 Rähmchen hergerichtet und mit Feingefühl oben drauf gestellt. „Das ist jetzt der Honigraum, wirst sehen, den füllen sie dir jetzt schnell auf“, zeigt sich der Imkerkollege überzeugt. Na hoffen wirs, damit uns im Spätsommer die Arbeit nicht ausgeht und es wieder Honig zu schleudern gibt 🙂

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Wintercheck am Bienenstand am Zentralfriedhof

„In der Natur ist alles eine Sache der Balance“, Gustav Penker, Obmann unseres Vereins, bringt am Vereinsbienenstand immer gute Weisheiten mit. Am 10.3. war es nämlich soweit. Die Temperaturen sind im zweistelligen Bereich und es tut sich so einiges bei den Bienen: Sie machen Reinigungsflüge, bringen Pollen ein und tragen tote Artgenossinnen hinaus.

Wir sind unsere Völker durchgegangen und haben überprüft ob sie a) überhaupt leben und ob sie b) genug zu fressen haben. Wenn lebend aber hungrig, haben wir ihnen etwas Futterteig zur Verfügung gestellt. Bei den toten Völkern haben wir versucht eine Ursache zu finden, eine Grundreinigung durchgeführt und das Flugloch geschlossen.

„Zu wenig Futter im Spätsommer ist nix, dann verhungern sie euch. Aber zu viel ist auch nicht gut, dann verbrauchen sie zu viele Waben für Futtereinlagerung, die Königin hat keinen Platz mehr zum brüten und euch fehlt der Nachwuchs“, erklärt uns Gustav die Sache mit der Balance weiter. Wieder was dazu gelernt. Wir schauen unseren Bienen noch ein wenig zu wie sie fleißig mit gelben Pollenhöschen einfliegen und starten frohen Mutes ins neue Bienenjahr.