Information rund um unseren Vereinsbienenstand am Wiener Zentralfriedhof

Helmut Schwab

Liebe ImkerInnen,

noch ist es recht frisch draußen, Minusgrade wechseln sich mit wärmeren Wetterperioden ab, die Natur erwacht bereits. Unsere Bienen treibt es zu ersten Reinigungsflügen aus dem Stock heraus, so mancher Pollen wird bereits gesammelt. Ja, auch jetzt blüht es schon vereinzelt.

Viel hat der Imker bei seinen Bienenstöcken derzeit nicht zu tun, dennoch gibt es kleine Kontrollen und Arbeiten die anstehen.

  1. Über die Revisionsöffnung oder das Flugloch ist zu kontrollieren, ob tote Bienen am Beutenboden liegen. Zu viele davon können das Flugloch verstopfen, die Bienen können nicht selbständig das Flugloch frei bekommen und zu einem Reinigungsflug ausfliegen.
  2. Bei der Gelegenheit kann gleich ein Blick auf die Varroatasse geworfen werden, wie sieht es mit dem Milbenabfall aus?
  3. Wenn ihr unbedingt wissen wollt, wie es eurem Bienenvolk geht bzw. wenn ihr schauen wollt, ob es noch lebt, dann bitte nicht die komplette Beute öffnen oder sogar Rähmchen ziehen. Einfach einmal nur den Deckel abnehmen und über die geschlossene Plastikfolie einen Blick von oben hineinwerfen. Sind Bienen sichtbar, ist die Folie an einer Stelle beschlagen? Vielleicht noch an einer Seite die Folie leicht anheben und die Randwabe begutachten – mehr bitte nicht bei den niedrigen Temperaturen machen!
  4. Bereits jetzt schon 20 dicke Hinterleiber für die Nosema Untersuchung im März einsammeln und einfrieren. Im März kann es dann nämlich schon wieder zu spät zum Einsammeln sein, wenn die Bienen bereits selber die toten Kolleginnen entsorgt haben.

Viel Spaß bei den Vorbereitungen für das laufende Bienenjahr, mehr Tipps für Arbeiten im März folgen……..

Was für ein perfektes Wetter am Vereinsbienenstand. Genau richtig für eine kleine Osterjause neben der gerade anstehenden Imkerarbeit. Nicht einfach, wenn jetzt auch noch eine Mund-Nasen-Maske zu tragen ist. Aber was sein muss, muss sein …

Frohe Ostern allen Vereinsmitgliedern, verbringt schöne Ostertage und lasst euch vom Coronavirus nicht unterkriegen!

 

4. April gegen Mittag, perfektes Frühlingswetter…

…und da tummeln sich auch wieder mehr Imker am Vereinsbienenstand am Zentralfriedhof herum. Natürlich alle mit dem notwendigen Abstand, wie es derzeit empfohlen wird. Trotzdem kann der Coronavirus die gute Laune nicht trüben, auch ein neuer Jungimkerkollege bezieht mit seinen Beuten den Stand. Herzlich willkommen, wir wünschen dir viel Spaß, ein starkes Bienenvolk und uns allen einen guten Start in das Bienenjahr 2020.

Rund um den Vereinsstand erwacht auch wieder die Natur. Die Kaffee- & Kuchentreffen mit netten Gesprächen bei einem gemütlichen Beisammensein, werden jetzt wohl wieder regelmäßig jeden Samstag stattfinden – juhuiiiii!

PS: Gustavs Bienen sind schon so stark, dass der Honigraum bereits aufgesetzt wurde.

Am 11. August 2018 fand am Vereinsbienenstand die 1. Varroabehandlung in diesem Jahr statt. Für die Behandlung wurde eine 85% Ameisensäure-Lösung verwendet. Von dieser Lösung wurden 80ml in einen Universalverunster gefüllt. Diese Aufgabe übernahm unsere Kollegin Agniezka.

Für die neuen Imker am Vereinsbienenstand, nahm unser Obmann Gustav Penka Universalverdunster mit.

Nachdem die Universalverdunster angefüllt worden sind, haben wir 30 Minuten gewartet bis der Schwamm im Verdunster die Ameisensäure aufgesaugt hat. Danach wurde der Universalverdunster in den Unterboden in die hintere Bodenhälfte geschoben. Denn die Ameisensäure verdampft und steigt dadurch auf, und verteil sich dadurch innerhalb der ganzen Zarge.

Wichtig ist, dass danach die Fluglochverengungen weggenommen werden.

Die Universalverdunster konnten nach 5 Tagen wieder entnommen werden.

Mit einer guten Zusammenarbeit und voller Tatendrang haben wir die 1. Varroabehandlung erfolgreich gemeistert!

Seit heuer gibt es ein Wildbienenhotel im Naturgarten des Wiener Zentralfriedhofes. Vielen Dank an die Gärtner!!!!